Wissenswertes über das natürliche Bauen mit Lehm
Lehm ist ein natürliches Gemisch aus Ton, Schluff und Sand. Er entsteht durch Verwitterung von Gestein und ist seit Jahrtausenden als Baustoff bewährt. Lehm ist regional verfügbar, vollständig recyclebar und enthält keine chemischen Zusätze.
Lehm reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit, speichert Wärme, bindet Schadstoffe und Gerüche, ist schallabsorbierend und schafft ein besonders angenehmes, gesundes Raumklima. Zudem ist er ökologisch nachhaltig und energiearm in der Herstellung.
Lehmputz ist nicht wasserfest im klassischen Sinne, aber wasserbeständig. Im Innenbereich ist er uneingeschränkt einsetzbar. Für Feuchträume wie Badezimmer gibt es spezielle Lehmputze. Im Außenbereich benötigt Lehm zusätzlichen Schutz durch Dachüberstände oder Versiegelungen.
Bei fachgerechter Ausführung und normalem Gebrauch hält Lehmputz mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte. Historische Lehmbauten beweisen die Langlebigkeit des Materials. Lehm ist zudem problemlos reparierbar und kann jederzeit überarbeitet werden.
Ja, Lehmputz kann mit Lehmfarben, Kalkfarben oder Silikatfarben gestrichen werden. Diese atmungsaktiven Farben erhalten die positiven Eigenschaften des Lehms. Dispersionsfarben sollten vermieden werden, da sie die Oberfläche versiegeln.
Absolut! Lehm ist sowohl für Altbausanierungen als auch für Neubauten hervorragend geeignet. Er lässt sich mit modernen Bauweisen kombinieren und erfüllt alle Anforderungen an zeitgemäßes, nachhaltiges Bauen. Viele Architekten setzen heute wieder auf diesen bewährten Naturbaustoff.
Die Materialkosten für Lehmputz liegen etwa 10-30% über denen von Gipsputz. Die Arbeitskosten sind vergleichbar. Betrachtet man jedoch die Langlebigkeit, gesundheitlichen Vorteile und Energieeinsparungen durch besseres Raumklima, amortisiert sich die Investition langfristig.
Lehmoberflächen sind sehr pflegeleicht. Normale Verschmutzungen können trocken oder nebelfeucht abgewischt werden. Kleinere Beschädigungen lassen sich einfach mit feuchtem Lehm ausbessern. Eine spezielle Oberflächenversiegelung erhöht die Strapazierfähigkeit bei Bedarf.
Ja, Lehm ist ideal für Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen. Er ist frei von Schadstoffen, Lösungsmitteln und Ausdünstungen. Seine Fähigkeit, Schadstoffe zu binden und Feuchtigkeit zu regulieren, reduziert Schimmelbildung und verbessert die Luftqualität erheblich.
Die Trocknungszeit hängt von Schichtdicke, Raumtemperatur und Lüftung ab. Eine 1-2 cm dicke Schicht benötigt etwa 1-2 Wochen. Wichtig ist ausreichende Belüftung ohne Zugluft. Im Gegensatz zu anderen Putzen reißt Lehm beim Trocknen nicht und kann beliebig oft wiederbefeuchtet und bearbeitet werden.
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